Es geht schon los…

Aktuell:
Gerade beginne ich diesen Blog, da fällt mir schon der erste Seite-1-Artikel aus der heutigen (26. 1. 2010) Süddeutschen Zeitung (SZ) in den Schoß. Schon lange wollte ich eine Kategorisierung des Desinformationsjournalismus vornehmen und dabei eine Kategorie mit dem Titel „Ablenkungsjorunalismus“ versehen. Da steht er nun: Der Artikel „Schmutzige Welle“ von Peter Münch. Ein Artikel, der eine Reihe von „antisemitischen“ Schmähungen auf der Welt in Folge des Gaza-Krieges beklagt.

Warum gehört dieser Artikel nun exemplarisch in die Kategorie „Ablenkungsjournalismus“? Nun – weil jede objektive und auf Seite 1 veröffentlichte Fragestellung in diesem Zusammenhang zunächst lauten muss: Die Kriegsverbrechen Israels im Gaza-Krieg, im Goldstone Report von der UN eindeutig festgestellt, – welche politischen Konsequenzen wurden oder werden gezogen? Auf diese geradezu gigantisch im Raum stehende Frage wird in guter Ausweichmanier nicht eingegangen, sondern es wird ein Nebenschauplatz aufgemacht – der Antisemitismus. Fix wird die Frage nach den politischen Konsequenzen aus dem Gaza-Krieg umgangen, der sich breitmachende Unmut in der Welt in einem Kunstgriff (mit einer Studie untermauert!) als „antisemitisch“ definiert und dieser dann als pseudo-Gefahr im Artikel rauf und runter diskutiert. Das ist politisch korrekt, das ist die altbekannte Masche. Eine Scheindebatte, die einen Schleier über die offensichtliche internationale Konsequenzlosigkeit des Gaza-Krieges legen hilft. Vielen Dank an die SZ, die ich selbstverständlich nicht abonniert habe, sondern mir am Arbeitsplatz ausleihe. SJ

www.sueddeutsche.de/politik/993/501251/text/

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