Fracking in Deutschland unter der Aufsicht der Grünen

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Man muss genauer hinschauen, da die Aktivitäten der Ölmultis vorzugsweise „unter dem Radar“ der Öffentlichkeit stattfinden.
Im vergangenen Winter stellte sich etwa das trickreiche Verfahren im Bezirk Lüneburg heraus: es traten Initiativen auf für den Umweltschutz – gegen Windkraftanlagen. DIese organisierten vergleichsweise große Veranstaltungen gegen die Vorhaben, einige Windrotoren im Landkreis auzustellen.
Auf diesem Weg gelang es, den eigentlich schwerwiegenden Angriff auf die Bevölkerung zu vernebeln – ähnlich wie ein Trickdieb mithilfe eines Partners die Aufmerksamkeit des Publikums ablenkt, um seine Erfolge zu erzielen: fast ohne bei diesem Vorgehen aufzufallen gelang es so, einem großen Ölkonzern die Genehmigung für seine schmutzigen Geschäfte zu erhalten: alle schauten auf die vermeintlich bedrohlichen Windkraftanlagen. Die Genehmigung für die Fracking-Exploration hingegen wurde unauffällig durchgewunken.

Beim Fracking werden vielfach hochgiftige Chemikalien unter hohem Druck in die Erde gepumpt, um Gas- und Ölvorkommen zu erschließen. Der Redaktion ist ein Experte aus dem Geschäft bekannt, der selbst in eine entsprechende Exploration involviert war. Er kam dabei in eher leichten Kontakt mit der für die Bohrung (in diesem Fall in Polen) verwendete Flüssigkeit. Während der anschliessenden Rückreise röteten sich seine betroffenen Handflächen und es kam zu einem scharfen Brennen, wie es bei Verätzungen üblich ist.
Als er mit diesen Symptomen dann die Hamburger Uni-Klinik aufsuchte, traf er hier auf Hilflosigkeit: die zuständige Fachabteilung konnte mit seinem Problem nicht umgehen; man hatte keine Kenntnis der verwendeten Chemikalien und schickte den Verletzten wieder nach Hause.
Üblich ist es von seiten der Ölkonzerne, die Zusammensetzung der Chemikalien zum Betriebsgeheimnis zu erklären und dadurch jede Offenlegung zu verhindern.

In einem anderen Fall wurde – aus einer Explorationsaktivität in Norddeutschland – bekannt, dass dabei das Grundstück eines Hauseigentümers verseucht wurde. Es hatten Bohrungen in mehr als 1000 Meter Tiefe stattgefunden. Die Reaktion des verantwortlichen Konzerns bestand darin, dass man den Boden des betroffenen Grundstücks in einem Meter Tiefe abtrug und ersetzte.

Welche Schäden und Verseuchungen durch Frackingexplorationen bisher – besonders in den USA – angerichtet wurden, ist kein Geheimnis mehr und wurde unter anderem in dem Film „Gasland“ von Josh Fox dokumentiert.
Bei den Fracking-Explorationen in den USA wurden bisher Billionen Kubikmeter an Wasser eingesetzt – vergiftet durch eine Vielzahl von Chemikalien. Häufig wurde dies Wasser anschließend illegal entsorgt und vergiftete die betroffene Landschaft.

Nun werden Fracking-Explorationen auch ein Deutschland in massivem Umfang forciert. Während viele Landesregierung bisher erklärten, dies nicht zulassen zu wollen, gelten auch diese Einschränkungen kaum noch. Auch unter Regierungsbeteiligungen der Grünen – etwa in Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen – werden Frackingvorhaben nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen.
In Hamburg wurden durch die Behörden des SPD-Senats nun ebenfalls dem Exxon-Konzern vorbereitende Genehmigungen für Explorationen erteilt – im Südosten der Stadt, vermutlich, da die Bevölkerungsdichte hier Amoxil No Prescription die geringste ist und entsprechend schwacher Widerstand hier erwartet wird.
Sobald hier Explorationsvorhaben beginnen sollten, bedeutet dies nicht, dass die Auswirkungen sich auf das Gebiet der Vierlande beschränken: häufig werden durch die Fracking-Operationen Bohrlöcher kilometerweit auch horizontal vorgetrieben.
Man darf gespannt sein auf diesen massiven Test der Toleranzgrenze der betroffenen Bürger.

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