Eigentümlich dumm – Karl Albrecht und die unsichtbare Hand des Marktes

Der Autor Christian Sachse veröffentlichte in der Zeitschrift „Eigentümlich Frei“ einen Artikel, der die Sozialleistung des verstorbenen Aldi Gründers Karl Albrecht lobt.

ef-magazin.de/2014/07/23/5575-marktwirtschaft-die-unsichtbare-hand-des-karl-albrecht

Mich stört daran einiges: Erstens hat Albrecht seine Handelskette sicher nicht aus sozialen Motiven aufgebaut, sondern es ging um den Profit, womit wir bei der unsichtbaren Hand des Marktes wären, die, laut Sachse, Profitgier in Wohltaten für die Ärmsten umwandelt. Nicht nur, dass es sich bei der im Artikel vorgebrachten Argumentation ekligerweise um ein Glaubensbekenntnis handelt (Der Gott des Marktes mit seinem eingeborenen Sohn Adam Smith), sondern dass noch dazu die Fakten so liegen, dass Albrecht durch sein Imperium maßgeblich z.B. zur Verschlechterung der Tierhaltungsbedingungen und landwirtschaftlichen Massenproduktion beigetragen hat und diese geilen Konsumrenten im wesentlichen durch entsetzliche Vergewaltigungen von Lebewesen und Natur bezahlt werden. *

Wie eng der Zusammenhang zwischen Discountern und Tierhaltungsbedingungen ist zeigen folgende Dokus:

konsumpf.de/?tag=massentierhaltung

ARD Exclusiv: Ferkelzucht-Recherche

Das die schöne Story des Neoliberalismus: „Je reicher die Reichen, desto reicher die Armen“ an allen Ecken und Enden nicht aufgeht, wird den Gläubigen nie auffallen – deshalb sind sie ja auch gläubig, genau wie die radikalen Siedler in der West Bank.

cdn2.journal21.ch/der-markt-das-monster

Wenn ich heute noch jemand von der unsichtbaren Hand des Marktes faseln höre, stehen mir wirklich die Haare zu Berge. Zu Adam Smiths Zeiten hätte man das ja noch glauben können. Nicht, dass der Markt nicht zufällig auch mal was Gutes hervorbringen könnte, das kann er schon, aber das ihm eine Buy cheap Doxycycline gute „Kraft“ innewohne – die wohltätig den Ärmsten hilft ist ja wohl Schwachsinn hoch 3.

Selbst Mainstreamökonomen erkennen heute die Probleme der Ungleichverteilung:

www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/oekonomie-das-problem-der-schere-zwischen-arm-und-reich/3820264.html

IWF bestätigt Tod des Neo-Liberalismus

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[Großkonzerne und große Lebensmittelproduzenten führen übrigens noch zu ganz anderen globalen Problemen. (Landgrabbing durch: Monsanto, Nestle, etc. – Aufkauf von Wasserrechten von Bechtel etc.)
www.globalresearch.ca/the-seeds-of-suicide-how-monsanto-destroys-farming/5329947 ]

In diesem Sinne: Ihr Sir John

Autor: Sir John

Jahrgang 1972, Politischer Werdegeng: Seit dem Jahr 1998 Beschäftigung mit Globalisierung, Neoliberalismus und Geopolitik - 2006 Versuch des Aufbaus einer Regionalwährung. Seit 2007 aktiv in der 9/11 Truth Bewegung. Seit 2008 Mitglied im IPPNW (Ärzte gegen den Atomkrieg) und in der Partei "Die Linke"