Afghanistan

Warum sich Terroristen immer da verstecken, wo es die meisten Bodenschätze gibt

Schätzungen gehen davon aus, dass unter dem Kaspischen Meer ein Drittel aller irdischen Ö l- und Gasvorkommen lagern.

Die flächenmäßig größten Vorkommen finden sich in Kasachstan und Aserbeidschan, weitere in Turkmenistan und Usbekistan.

Zufällig gab es ausgerechnet in dieser Region ein paar Unruhen, die das Eingreifen der amerikanischen Armee nötig machte. 500 Fallschirmjäger aus North Carolina sprangen über der kasachischen Steppe ab, um hier (nach der offiziellen Version) für Ordnung zu sorgen – in Wirklickeit sollte der Weg zum Abschöpfen der Energievorräte geebnet werden. 

Das Öl am Kaspischen Meer ist begehrt seit Beginn des letzten Jahrhunderts. Aber weil Öl und Gas wertlos ist, wenn  es nicht zu einem Seehafen transportiert werden kann, muss gleichfalls an den Bau einer Pipeline gedacht werden. Um die Kaspischen Energievorräte außer Landes zu schaffen, kamen zur Steckenverlegung  drei Länder in Frage: Russland, Iran oder Afghanistan.

Als der Konzern Unocal schließlich die Absichtserklärung für den Bau einer Pipeline durch Afghanistan unterzeichnete, tat er dies stellvertretend für ein Konsortium, zu dem die Firmen Enron, Amoco, British Petroleum, Chevron, Exxon und Mobil Oil gehörten.

Die Verhandlungspartner waren Dick Cheney, James Baker und Brent Scowcroft – alle aus dem ehemaligen Regierungskabinett von Bush senior. Zu dieser Zeit pflegte man freundschaftliche Beziehungen zu den Taliban, lud Ihre Vertreter nach Texas ein und pflegte persönliche Kontakte mit der Bin-Laden-Familie.

Den Geldanlegern des Pipelineprojekts aber war die gesamte Situation in Afghanistan zu unsicher. Sie forderten, dass zunächst Ordnung in der Region geschaffen werden müsse und eine stabile Regierung nach westlichem Muster intalliert werden solle.
So verwundert es kaum, dass die Kriegspläne gegen Afghanistan längst vor dem 11.September in der Schublade lagen. Der frühere pakistanische Außenminister Niaz Naik wurde darüber informiert, dass bereits für Oktober 2001 erste militärische Aktionen geplant waren. 

Um ein „günstiges Klima“ zum Pipelinebau zu schaffen, haben die USA 10.000 Tonnen Bomben abgeworfen – das Land zerstört. Nach UN-Schätzungen werden pro Woche 50 – 100 Menschen durch nicht explodierte Bomben verletzt oder getötet.
Deutsche Medienmacher, Redakteure, Journalisten und Entscheidungsträger bei TV und Presse verbreiten wie nachplappernde kleine Kinder den amerikanischen Propaganda-Unsinn vom gesuchten Bin Laden in den Bergen Afghanistans.
Sie tun dies, ohne rot zu werden und anscheinend ohne jegliche Skrupel den unzähligen Opfern gegenüber. Obwohl klar ist, wo die amerikanischen Interessen in Afghanistan, im Irak, und auch sonst in der Welt liegen. Jeder hat (noch) die Möglichkeit sich darüber zu informieren. Journalisten erst recht.

Müssen Medienleute so handeln

? Oder halten Sie sich freiwillig von der Warheit fern?
Wer bestimmt, welche Meldungen veröffentlicht werden und welche besser nicht?

Das sind Fragen, über die in der Arbeitsgruppe Zukunftspolitik Hamburg diskutiert werden.
Unsere Buchempfehlung zum Thema Macht und Medien: John Pilger, Verdeckte Ziele, Verlag 2001 (ISBN-13: 978-3861506324)