Von Kennedy bis Afghanistan – CIA Partnerschaft im Drogenhandel

Auch ich habe mir zum 50ten Jahrestag der Kennedy Ermordung so meine Gedanken gemacht. Mir fehlt bisher der Hinweis, dass elitäre Exilkubaner, die Mafia, der CIA und die Falken im Generalstab nicht etwa für das Kennedy-Attantat neu zusammenkommen mussten, sondern zwischen ihnen von vorneherein ein enges Geflecht besteht bis heute. Das ist den meisten Leuten nicht klar. Der CIA ist über den Opiumhandel auf das engste mit Mafia etc. verbunden. Die afghanische Opium-Ernte ist übrigens 2012 nochmal drastisch gestiegen – auf ein niemals erreichtes Niveau. (Vor allem nicht unter der Taliban- Herrschaft bis 2001)

info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/ethan-a-huff/krieg-gegen-das-rauschgift-als-schwindel-entlarvt-us-militaer-gibt-zu-den-lukrativen-opiumhandel-.html

www.jungewelt.de/2013/11-14/011.php

Zurück zu Kennedy,
Ich denke, dass M. Bröckers Buch derzeit das aktuellste ist:
Mathias Bröckers: »JFK – Staatsstreich in Amerika«, Westend Verlag, 288 Seiten, 19,99 €

Dazu schreibt der Ossietzky:

Dem Staatsstreich auf der Spur

Paul Schreyer

Daß US-Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 bei einer Fahrt im offenen Wagen durch das texanische Dallas, neben seiner Frau Jackie sitzend, von tödlichen Schüssen getroffen wurde, ist bekannt. Daß bei seiner anschließenden Obduktion der kriegslüsterne Vier-Sterne-General und Kennedy-Intimfeind Curtis LeMay Zigarre rauchend zugegen war, dürfte hingegen den meisten neu sein – und es erscheint derart skurril, daß man es kaum glauben mag. Ebenso unbekannt ist die erst mit einigen Jahrzehnten Verspätung enthüllte Tatsache, daß die im Krankenhaus angefertigten Autopsie- und Obduktionsdokumente nachträglich für die Akten gefälscht wurden.

Dies sind nur zwei der zahlreichen Puzzlesteine, die nun, zum 50. Jahrestag des vielleicht berühmtesten Mordfalls des 20. Jahrhunderts, der Autor Mathias Bröckers in einer minutiösen Recherche zusammengefaßt hat. Sein Buch »JFK – Staatsstreich in Amerika« vermeidet dabei simplifizierende Theorien und zeigt stattdessen zuerst einmal anschaulich, in welchen gesellschaftlichen und politischen Kontext das Attentat einzuordnen ist, und dann, welche Ermittlungsergebnisse wirklich unstrittig sind und welche nur unbewiesene Behauptung.

Bücher zum Kennedy-Mord gibt es Dutzende, doch eine zusammenfassende Betrachtung zum 50. Jahrestag ist sinnvoll, da entscheidende Informationen erst in jüngster Zeit öffentlich wurden. Wirklich erstaunlich ist deren Menge. Vieles davon basiert auf der Arbeit des »Assassination Records Review Board«, eines vom US-Kongreß eingesetzten Ausschusses, der von 1994 bis 1998 mehrere Millionen Seiten freigegebener Dokumente unter die Lupe nahm und zahlreiche Zeugen vernahm. Die Einrichtung dieses Ausschusses folgte übrigens dem öffentlichen Druck, den Oliver Stones Spielfilm »JFK« (1991) ausgelöst hatte – ein seltenes Beispiel für aufklärerischen politischen Einfluß Hollywoods.

Bröckers‘ Verdienst ist nun nicht nur die Sichtung all der neuen Dokumente und Bücher (die Bibliographie im Anhang listet 120 Titel auf), sondern vor allem auch die Kürze und Strukturiertheit seiner Darstellung. So beginnt das Buch mit mehreren kompakten Einleitungsabschnitten, betitelt »Eine kurze Geschichte der CIA«, »Eine kurze Geschichte der Mafia« sowie »Eine kurze Geschichte der kubanischen Revolution«, die zusammengenommen ein Schnellseminar in Geschichte bieten – sachlich und unpolemisch. Schnell wird klar: Der Autor will hier keine Theorie verkaufen, sondern den Dingen einfach auf den Grund gehen.

Bröckers schildert Kennedys Wandlung vom überzeugten Kalten Krieger zum auf Ausgleich und Verhandlungen mit der Sowjetunion bedachten Staatsmann, der versuchte, sich den Einflüsterungen der Hardliner in Militär und Geheimdiensten immer mehr zu entziehen. Wie so oft im Leben, spielte wohl auch bei dieser Wandlung eine Frau eine wichtige Rolle – Kennedys wenig bekannte Vertraute und Geliebte Mary Pinchot Meyer.

Ebenso wie Kennedy dem Ostküsten-Establishment entstammend, und – anders als viele seiner zahlreichen Gespielinnen – ihm auch intellektuell gewachsen, hatte Meyer den späteren Präsidenten schon 1935 auf einem College-Ball kennengelernt. Anfang der 60er Jahre, als sie zu Kennedys Vertrauter in mehrfacher Hinsicht wurde, hatte sie bereits eine Ehe mit dem CIA-Spitzenmann Cord Meyer hinter sich. Vor diesem Hintergrund wußte die gebildete und attraktive Frau ziemlich genau, wie die Machtelite tickt – und kannte viele ihrer Vertreter persönlich. Zugleich hatte sie einen freigeistigen Lebensstil entwickelt, inklusive Malereistudium, Selbsterfahrungstherapie und Experimenten mit LSD – das damals noch legal war und weltweit von Ärzten in der Psychotherapie eingesetzt wurde. Eine ganze Reihe von Indizien, die Bröckers präsentiert, legen nahe, daß Mary Pinchot Meyer als Präsident Kennedys politische Vertraute und Geliebte auch diesem das LSD nahebrachte, quasi als friedensstiftende Bewußtseinserweiterung. Ganz im Sinne von Hollywoodstar Cary Grant, der seinerzeit bekannte: »Ich mag eigentlich keine Drogen, aber LSD hat mir sehr gut getan. Ich finde, alle Politiker sollten LSD nehmen.«

Doch unabhängig davon, ob diese konkrete – und zumindest originelle – Vermutung zutrifft: Fest steht, daß Kennedy in Folge des Schweinebucht-Desasters von 1961 und der Raketenkrise von 1962 seinen politischen Kurs änderte. Tatsächlich, und entgegen der gegenteilig kolportierten Behauptung, hatte er vor, die sogenannten Militärberater aus Vietnam abzuziehen. Er wollte einen internationalen Teststop für Atombomben erreichen – und er skizzierte in einer Schlüsselrede vom Juni 1963, fünf Monate vor seinem gewaltsamen Tod, eine globale Friedensvision, die in ihrer Radikalität und Konkretheit weit von jeder Sonntagsrede entfernt war. Kennedy hatte sich nach drei Jahren im Amt ohne Frage zu einer Bedrohung für das herrschende System entwickelt.

Im zweiten Teil des Buches schildert Bröckers, daß es nicht nur das eine Mordkomplott in Dallas gegeben hatte, sondern unmittelbar zuvor bereits zwei gescheiterte beziehungsweise aufgeflogene Attentatspläne, in Chicago und in Miami. Auch in diesen Fällen waren bereits umsichtig Sündenböcke, wie Lee Harvey Oswald in Dallas, präpariert worden. Daß Oswald ein solcher Sündenbock, und eben nicht der alleinige Täter war, ergibt sich aus den in Teil 3 des Buches dargelegten Fakten schlüssig.

Die Nichtaufklärung des Verbrechens, auch 50 Jahre danach, bleibt der Skandal, der weiterhin als Schatten auf dem politischen System US-Amerikas ruht – mit allen seinen Auswirkungen, politisch bellizistisch, psychologisch einschüchternd, demokratisch entpolitisierend.

Bröckers schließt mit dem Verweis auf die jüngsten Arbeiten des Politologen Lance DeHaven-Smith, der vorschlägt, in der politischen Analyse ganz allgemein eine neue Kategorie von Verbrechen einzuführen, sogenannte Staatsverbrechen gegen die Demokratie. Dies könnte auch der Abgrenzung zur in den Medien überaus populären Kategorie der »Verschwörungstheorien« dienen, einem Begriff der vor allem dazu benutzt wird, mutmaßliche Staatsverbrechen per se als Hirngespinste zu diffamieren. Bröckers Buy cheap Ampicillin erwähnt, daß die Verwendung des Begriffs »Verschwörungstheorie« erstmals in einem CIA-Memo von 1967 explizit empfohlen wird, und zwar, um Zweifel an der offiziellen Darstellung des Kennedy-Mords unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Während die Medien in den ersten Jahren nach dem Attentat noch neutral von »Attentatstheorien« gesprochen hatten, setzte sich ab 1967, zu einem Zeitpunkt, als der eigensinnige US-Staatsanwalt Jim Garrison gerade den Mordfall juristisch neu aufzurollen versuchte, verstärkt der Begriff »Verschwörungstheorien« durch.

»Staatsverbrechen gegen die Demokratie« hingegen sind eine Kategorie, mit der man vergleichend und sachlich Verbrechen mit machtpolitischem Kontext untersuchen kann: Kennedy-Mord, Tonkin-Zwischenfall, 9/11 und so weiter.

Bröckers weist in bezug auf Journalisten und Historiker außerdem auf etwas anderes hin: »Es ist auch höchste Zeit, daß diese sich von dem billigen Argument verabschieden, ›daß wir die Wahrheit über den Kennedy-Mord wohl nie erfahren werden‹, um sich mit dieser selbsterfüllenden Prophezeiung vor der Verantwortung zu drücken, die Lügen über diesen Mord zu entlarven. Andere Länder wie zum Beispiel Südafrika, Chile oder Argentinien haben in teilweise schmerzhaften Prozessen vorgemacht, wie eine Nation mit schrecklichen ›Staatsverbrechen gegen die Demokratie‹ umgehen kann – und umgehen muß, um sie in Zukunft zu vermeiden.«

Man mag skeptisch bleiben, wie viele Journalisten und Historiker sich diese Aufforderung nun zum 50. Jahrestag tatsächlich zu Herzen nehmen werden.

Mathias Bröckers: »JFK – Staatsstreich in Amerika«, Westend Verlag, 288 Seiten, 19,99 €

Wider die grosse Koalition !

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Wider die grosse Koalition !

AN DIE SOZIALDEMOKRATISCHE PARTEI DEUTSCHLANDS

Die Große Koalition gilt als kleineres Übel. Es heißt, die SPD-Mitglieder müssen jetzt entscheiden, ob sie lieber 100 Prozent ihrer politischen Ziele nicht durchsetzen oder 50 Prozent durchsetzen wollen. Wer so fragt, hat sich bereits für die Große Koalition entschieden. Und tatsächlich erweckt die Führung der Partei – mit kräftiger medialer Unterstützung – den Eindruck, dass es nur noch darum gehe, 47 oder 51 Prozent des „eigenen Programms“ durchzusetzen. Aber darum geht es nicht!

Vielmehr geht es um die Frage, ob sich die SPD in einer Regierung mit CDU und CSU weiter marginalisieren und für ein „Weiter so!“ einspannen lässt, oder ob sie eine politische Alternative nicht nur behaupten, sondern für diese auch einstehen will.
Die SPD will zukunftsfähig sein, bestärkt aber die Konzepte einer vergangenen Politikepoche.

Die SPD könnte in anderen Bündnissen grundsätzliche Änderungen erreichen, tritt aber freiwillig in die zweite Reihe.

Die SPD wandelt sich durch Annäherung an die CDU/CSU zur Gesichtslosigkeit, statt selbst Wandel durch Annäherung zu bewirken.

Die SPD verschenkt den Führungsanspruch – und sei es in der Opposition gegen eine CDU/CSU-Minderheitsregierung – für eine warme Mahlzeit: Jedes Ergebnis der Koalitionsverhandlungen steht unter Finanzierungsvorbehalt, nur die Ministerposten sind sicher.

Eine Große Koalition stellt keine unterschiedlichen Konzepte zur Wahl, sie stellt die Kaste der Politiker den Wählern gegenüber. So verhindert die SPD jetzt und in nächster Zukunft ein Bündnis linker und alternativer Parteien und Bewegungen. Wieder wird die Mehrheit links von der Mitte nicht genutzt.

Die Große Koalition schwächt nicht nur die demokratische Debatte und damit das Vertrauen in die Korrigierbarkeit und Offenheit demokratischer Prozesse, sie lässt auch den Wunsch der Mehrheit nach einer politischen Alternative ohne Adresse und ohne Antwort. Wenn der SPD die Courage fehlt, die Führung zu übernehmen, sollte sie in die Opposition gehen und sich von Grund auf erneuern.

Erstunterzeichner

SILVIA BOVENSCHEN

HG. BUTZKO

DANIELA Buy Viagra Online No Prescription DAHN

MANFRED DOMRÖS

CHRISTIAN DUNKER

STEFAN HANITZSCH

DIETER HANITZSCH

SIBYLLE HAVEMANN

INGA HUMPE

ANNETTE HUMPE

MARC IVEN

KIRSTEN KLÖCKNER

MAREN KROYMANN

VERA VON LEHNDORFF

JULIANE LORENZ

MANFRED MAURENBRECHER

OSKAR NEGT

SUSAN NEIMAN

CHRISTIAN NÜRNBERGER

TIM RENNER

ELISABETH RUGE

MICHAEL SCHNEIDER

FRIEDRICH SCHORLEMMER

DANIEL SCHREIBER

INGO SCHULZE

HANNA SCHYGULLA

CHRISTOPH SIEBER

WALTER SITTLER

ANTJE VOLLMER

KONSTANTIN WECKER

HANS-ECKARDT WENZEL

ROGER WILLEMSEN

Neueste Unterzeichner (Stand: 14.11.2013, 16:45 Uhr)

SEBASTIAN ADELUNG

BENJAMIN HEIMANN

PATRICK BIRKENHAUER

GERD DIETRICH

KARIN KOENITZ
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Twenty-First-Century Land Grabs: Accumulation by Agricultural Dispossession

Land grabs—whether initiated by multinational corporations and private investment firms emanating from the capitalist core, sovereign wealth funds in the Middle East, or state entities such as China and India—are now in the news constantly.1 For example, in July 2013 the Colombian ambassador to the United States resigned over his participation in a legally questionable effort to help the U.S. corporation Cargill buy Viagra online use shell companies to amass 130,000 acres of land. This land was supposed to be used for agricultural production, but there is also land being grabbed for other purposes—such as mining or to construct roads, buildings, and dams. In human terms, land grabs mean real people and families are dispossessed. When people lose access to their land, they also lose their means to obtain food, their communities, and their cultures.

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Twenty-First-Century Land Grabs